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Bayerischer Staatsminister Joachim Hermann lädt zum zweiten YEY!-Symposium ein

Das Bayerische Innenministerium veranstaltete am 26. Oktober das zweite Symposium zur interkulturellen Integration unter der Dachmarke „YeY! Youth Empower Yourself!“ in München.

 

 

Neben den bayerischen HEROES Projekten aus Augsburg, München, Nürnberg und Schweinfurt, nahmen auch die von der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) entwickelten Projekte W³ „Wissen Werte Wir“, sowie dem in Regensburg angesiedelten Projekt „habadEhre“ teil.

Staatsminister Joachim Herrmann eröffnet mit einer Rede das 2. Symposium der YEY! Projekte in München.

Staatsminister Joachim Hermann, MdL

Mit den Worten „Wir sind vom Erfolg der Projekte und der Attraktivität der Dachmarke YEY! überzeugt, eine Ausweitung ist uns sehr wichtig…“, begann der Bayerische Innenminister Joachim Herrmann, MdL, seine Begrüßungsrede. Er hieß unter anderem Andrea Lindholz, MdB, Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gabriele Leicht, 3. Bürgermeisterin der Stadt Rosenheim, Hubert Schurkus, Vorstandsvorsitzender des bbw e.V., alle Mitarbeiter*innen der YEY!-Projekte, sowie die HEROES und Wissensträger*innen herzlich willkommen.

Gudrun Zöllner und Tatjana Tichy moderieren das YEY! Symposium 2022

Von links nach rechts: Gudrun Zöllner, Tatjana Tichy.

Durch das Programm führten Moderatorinnen Tatjana Tichy, Leiterin Produktmanagement „Arbeit, Teilhabe und Senior*innen“ der gfi gGmbH und Gudrun Zöllner, Projektleiterin W³ in Landshut.

 

Emina Saric hält ein Impulsreferat auf der Bühne des YEY! Symposiums 2022.

Emina Saric, Projektleitung HEROES Steiermark

Nach einem Impulsreferat von Emina Saric, Projektleiterin HEROES Steiermark zu den Herausforderungen der YEY! – Projekte, diskutierten Staatsminister Herrmann, Bundestagsabgeordnete Lindholz, Bürgermeisterin Leicht mit Hayati Kasli HERO aus Augsburg, Edona Gashi, Projektleiterin W³ Rosenheim und Anita Azap, W³ Wissensträgerin aus Rosenheim in einem Podiumsgespräch über Probleme und Möglichkeiten der teilnehmenden Projekte. „Rechte als Grundlage unseres Zusammenlebens stimmen leider nicht immer mit gelebten Traditionen überein“, so Leicht, umso mehr freut es sie, wie junge Menschen mit Migrationsgeschichte, sich des Themas Integration annehmen und mit welcher „Leidenschaft die jungen Menschen für dieses Thema brennen“.

Posiumsdiskussion während des YEY! Symposiums, zu sehen sind von links nach rechts: Gudrun Zöllner, Hayati Kasli, Edona Gashi, Andrea Lindholz, MdB, Staatsminister Joachim Hermann, MdL, Gabriele Leicht, Anita Azap, Tatjana Tichy.

Von links nach rechts: Gudrun Zöllner, Hayati Kasli, Edona Gashi, Andrea Lindholz, MdB, Staatsminister Joachim Hermann, MdL, Gabriele Leicht, Anita Azap, Tatjana Tichy.

Dass das Thema Integration jeden von uns betrifft, weiß Azap aus eigener Erfahrung. Sie ist vor einigen Jahren zum Islam konvertiert und trägt seither ein Kopftuch: „Integration muss auf beiden Seiten passieren. Mein Deutschsein wurde mir aberkannt, weil ich ein Kopftuch trage“, berichtet Azap über ihre Erfahrungen nach ihrem Glaubenswechsel.

Wie wichtig die Arbeit der YEY! – Projekte ist, betont auch Lindholz mit den Worten: „Deswegen ist es unser Wunsch, diese Projekte weiter zu finanzieren, da sich jeder investierte Euro in den Familien und in der Gesellschaft bezahlt macht“.

Am Nachmittag boten die Projektteilnehmer*innen ihren Gästen mit vier Workshops einen Einblick in die Projektarbeit.

HEROES Schweinfurt und W³ Rosenheim diskutierten anhand von Videoausschnitten zum Thema Ehre und Aussagen der HEROES und Wissensträger*innen über den Begriff „Ehre“ im interkulturellen Kontext. Das Fazit war, dass „Ehre letztendlich ein jeder für sich selbst definieren muss, sie jedoch niemals Gewalttaten rechtfertigen darf!“, so die einstimmige Meinung der Workshopteilnehmer*innen. Anschließend gingen sie noch auf die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Projekte ein.

Leah Weigand auf der Bühne des YEY! Symposiums 2022.

Leah Weigand, Poetry Slam Künstlerin

„Poetry Slam“ Künstlerin Leah Weigand rundete den Nachmittag mit ihrer Vorliebe zur Metaphorik und dem Reim ab. "Sie schreibt über Menschen und deren Meinung, mal melancholisch und nachdenklich, mal lebenslustig und heiter", so die einführenden Worte der Moderatorin. Leah Weigand steht seit 2017 mit ihren selbstgeschriebenen Texten auf der Bühne. 2021 gewann sie die hessischen Meisterschaften im Poetry Slam.

 Salaheddin Ayoubi auf der Bühne des YEY! Symposiums 2022.

Salaheddin Ayoubi, HERO aus Schweinfurt

Nach der Abschlussrede von Dr. Andreas Kufer, Sachgebietsleiter G3 im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, trat HERO Salaheddin Ayoubi aus Schweinfurt spontan auf die Bühne. Er erzählte dem Publikum, wie wichtig ihm seine ehrenamtliche Arbeit bei den HEROES in Schweinfurt geworden ist und verabschiedete sich mit dem passenden Zitat von Anne Frank: „Wo Hoffnung ist, da ist Leben. Es erfüllt uns mit neuem Mut und macht uns wieder stark.“

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